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Anbau und Ernte der Yamswurzel

Die Yams-Wurzel, die in vor allem in Afrika, aber auch in Lateinamerika und in Asien seit Menschengedenken durch ihren hohen Nährwert ein Grundnahrungsmittel darstellt, ist bei uns bis dato eher selten im Einsatz. Dabei hat die Knolle viele wichtige Inhaltsstoffe, die sie neben den täglichen Mahlzeiten auch für die Verarbeitung zu Creme oder als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform sehr ergiebig machen.

Temperaturverwöhnte Kletterpflanze

Angebaut wird die Yams-Pflanze, die geschmacklich an die Kartoffel oder die Esskastanie erinnert, auf hohen Erdhügeln. Eigentlich geht es bei der Kultivierung von Yams um die Wurzeln, doch die oberirdischen Ranken wollen klettern, damit sie gedeihen. Dafür werden Klettergerüste benötigt, die eine Höhe von 2-4 Metern haben sollten (auf den ersten Blick erinnern Yams-Felder aus diesem Grund ein bisschen an Spargelbeete). Die Temperaturansprüche für das Wachstum der Knolle sind sehr hoch: Am besten gedeihen die Pflanzen, wenn die Temperatur ähnlich wie in ihrer tropischen Heimat ist; das heißt, bei ungefähr 25-30 Grad liegt. Der Boden sollte nahrhaft und durchlässig sein. Staunässe vertragen die Wurzeln überhaupt nicht. Für ein optimales Wachstum ist nicht zuletzt die richtige Wässerung ausschlaggebend. Die Yamswurzel hat hier besondere Bedürfnisse: Im jungen Stadium brauchen die Knollen sehr viel Wasser – im späteren Stadium kaum noch welches. Nach der Trockenperiode von mindestens zwei und maximal vier Monaten kann die Erntephase eingeleitet werden, die Wurzeln sind ausgewachsen.

Die Knollen sind wertvolle Nährstoff-Lieferanten

Je nach Sorte ist die Farbe der Schale entweder weißlich über mittelbraun bis hin zu dunkelbraun. Ähnliches gilt auch für das Fruchtfleisch: Es gibt weiße Sorten, orange-bräunliche und violette. Die Größe der Wurzeln rangiert zwischen ein bis zwei Metern. Sobald die wertvollen Knollen ausgegraben wurden, können sie weiterverarbeitet werden. Inhaltsstofflich kann sich der Yams sehen lassen, die Bedeutung als Grundnahrungsmittel kommt nicht von ungefähr. Der Stärkegehalt der Yams-Knolle liegt zwischen 20 – 30 %. Deswegen wird Yams auch manchmal als Brot-Wurzel bezeichnet.

Yams in der Küche: Die „Kartoffel“ der Tropen

Da die Yamswurzeln der Kartoffel in Zusammensetzung und Geschmack sehr ähnlich sind, können sie auch wie diese zubereitet werden. Zu Brei gekocht, in Scheiben geschnitten oder frittiert – der Yams macht alles mit. Das Einzige, was nicht funktioniert ist, ist ihn roh zu verzehren. Davon wird auch dringend abgeraten, da die Knollen im rohen Zustand viele Giftstoffe enthalten.

Die Bedeutung der Yams-Pflanzen für die Frauen-Gesundheit

Yamswurzel Feld in Südamerika.Pulverisiert ist die Knolle ebenfalls sehr sinnvoll einzusetzen. Vor allem Frauen wissen die heilsamen Kräfte der Knolle zu schätzen. Es ist nachgewiesen, dass in der Yamsknolle ein hoher Wert an Diosgenin enthalten ist. Daneben übrigens auch noch viel Kalium, Eisen, Zink, Vitamine (C, B1, B6) und Folsäure. Aber das wirklich Einzigartige ist das Diosgenin. Von der Struktur her ist Diosgenin dem weiblichen Geschlechtshormon Progesteron ähnlich. Viele Frauen berichten deshalb, dass ihnen die Einnahme von Yams beim Prämenstruellen Syndrom (schlechte Laune, Kopfschmerzen, Spannung in den Brüsten, etc.) und während der Wechseljahre (Hitzewallung, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen) geholfen hat.

Es gibt eine einfache Erklärung: Auch wenn menschliche Hormone ausschließlich in menschlichen Körpern produziert werden können, so wirkt der pflanzliche Stoff Diosgenin auf die Nebennierenrinde, die bei der Produktion der Hormone beteiligt ist.

Pulverisierte Yams-Wurzeln in Form von Kapseln oder als Creme


Yamswurzel-Kapseln
sind ein zugelassenes Nahrungsergänzungsmittel, dass täglich eingenommen werden kann. Wie bei allen pflanzlichen Mitteln empfiehlt sich die Einnahme über einen längeren Zeitraum, damit sich die Wirkung optimal entfaltet. Zusätzlich oder ergänzend kann Yams auch über eine Creme auf die Haut aufgetragen werden. Gerade wenn die Brüste spannen, sind die Inhaltsstoffe auf diese Weise sofort da, wo sie hingehören. Auch andere Körperstellen mit weicher Haut eignen sich, um die Creme einzureiben. Denkbar ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel der Pulsbereich, die Kniekehle und die Ellenbeuge. Am besten gleich ausprobieren.

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